16. November 2015

Der Wert des Sports

Warum gibt es das Fach Bewegung und Sport eigentlich an unserer Schule? Es gäbe doch sicher bessere Möglichkeiten, unseren Schulalltag abwechslungsreich und bewegungsintensiv zu gestalten, oder? Vielleicht. Allerdings kann man sich darauf einigen, dass ein gewisses Maß an Bewegung für Jugendliche erforderlich ist, um ein gesundes Leben führen zu können. Dasselbe haben auch das Land Niederösterreich, die Stadtgemeinde Klosterneuburg und einzelne Personen, die sich zu Vereinen zusammengeschlossen haben, erkannt, und mittlerweile gibt es ein umfangreiches Sportangebot in Klosterneuburg, bei dem unter Garantie für so ziemlich jede/n etwas dabei wäre.
Diese Vielfalt an Auswahlmöglichkeiten ist ein Faktor, der es für viele Jugendliche noch schöner macht, in Klosterneuburg zu wohnen.

Sport ist ja nicht nur gut für Körper, sondern auch für den Geist. Er hilft, den Kopf freizukriegen und die Sorgen des Alltags für ein paar Stunden zu vergessen. Außerdem eignen sich Vereine perfekt als soziale Plattformen, zum Beispiel um neue Freunde zu finden und fördern unter anderem das Leistungsdenken, welches auch in unserer Schule ausschlaggebend ist. Alle diese Punkte sind in sportlicher Betätigung in der Freizeit vereint, woran man das große Potential dieser Vereine sieht.

Allerdings werden diese Möglichkeiten, proportional zu ihrer Kapazität, noch von weitaus zu wenigen Menschen genutzt. Es ist an der Zeit, darauf aufmerksam zu machen, wie viel uneigennützige Arbeit eigentlich in unserer Stadt geleistet wird und wie einfach man davon profitieren kann.

Die Wichtigkeit von Sport im Alltag Jugendlicher haben viele Politiker schon vor einiger Zeit betont. Auf der Homepage der niederösterreichischen Landesregierung wird explizit davon gesprochen, dass „der sinkende Grad an aktiver Sportausübung und der damit verbundene schlechte Gesundheitszustand der niederösterreichischen Bevölkerung“ eine wesentliche Rolle bei der Implementierung des Projektes „SPORT.LAND. Niederösterreich“ gespielt habe. In dessen Rahmen werden vom Land Niederösterreich und der Kloster – neuburger Stadtregierung rund 14 Mio. Euro in die Sanierung, Renovierung und Erweiterung der zentralen Sportstätte Klosterneuburgs, nämlich des Happylands, gesteckt. Dies geschieht, um durch bessere Infrastruktur mehr Kinder für Sport zu begeistern und letztendlich in Richtung Leistungssport zu führen, für ein (auch sozial) aktiveres Klosterneuburg.

Jetzt stellt man sich natürlich die Frage, wer von so einer großen Investition überhaupt profitieren kann. Die Antwort: alle KlosterneuburgerInnen! Dank Vereinen und Organisationen, die von der Gemeinde durch die Infrastruktur und benötigtes Material unterstützt werden. Neben den Dukes, dem Judoclub und vielen anderen Sportvereinen steht jedoch eine Organisation besonders für Nachwuchsarbeit im Bezirk Wien Umgebung: der FC Olympique Klosterneuburg 05.

Dieser wurde 2005 unter dem Vorsatz gegründet, mindestens 51% des vorhandenen Budgets für die Jugend zu verwenden. In dem Nachwuchsverein wird Fußball als „Breitensport“ bezeichnet, sodass jeder die Möglichkeit haben sollte, ihn auszuüben. Die Trainer arbeiten größtenteils ehrenamtlich und in den ersten 8 Jahren seines Bestehens wurden meistens 80-90% der Ressourcen in die Nachwuchsabteilung investiert! Heute misst der Verein 350 Kinder, viele aus Klosterneuburger Schulen, manche aus Wien, andere aus Zeiselmauer.
Der FC OK ist ein Projekt, das nahezu stellvertretend für die neue Bewegung in Klosterneuburg steht, vor allem durch die wichtige Philosophie, dass die Sportart, zumindest in den ersten Jahren, nur eine alternative Freizeitaktivität darstellen soll und diejenigen, die sich im Training am meisten bemühen, die meiste Einsatzzeit bei Matches bekommen, bevor man dann zum Leistungssport übergeht. Ein Umstand, der sicher viele für den Verein begeistert hat, war die Familiarität eben dessen. Für viele Kinder ist der FC Olympique eine Art „Freizeit-Zuhause“ geworden. Mehr muss es ja nicht sein. Einfach nur eine reale Alternative, zusammen mit anderen Menschen, spaßig und dadurch: virtuellen Reizen kontrastierend. Der FC OK ist der Beweis dafür, wie man durch eine klare Philosophie und verlockenden Angeboten Kinder für Sport begeistern kann.

An dieser Stelle darf selbstverständlich auch unsere Schule und ihre Sportlehrer nicht unerwähnt bleiben, die sowohl an als auch außerhalb der Schule sportliche Aktivitäten anbieten. Das umfangreiche Programm inkludiert Fußball, Basketball, Volleyball, Handball und Badminton, aber auch andere, eher unkonventionelle und unbekannte Sportarten wie Flag Football, Ultimate Frisbee, rhythmische Gymnastik oder sogar „Parkour and Freerunning“. Dabei stellen sie, mit Hilfe der öffentlichen Hand, Ausrüstung und pädagogisch wertvolles Coaching zur Verfügung.
An dieser Stelle könnte man meinen, wir haben es echt gut getroffen. Stimmt auch! Dank einiger weniger Illusionäre, die schon längst gesellschaftlich akzeptierte Tatsachen endlich in die Tat umsetzen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die mithelfen, leistbare und elaborierte Sportangebote in Klosterneuburg zu schaffen und die Stadt somit zu einem besseren Ort zu machen. Vielen Dank!

Zusammenfassend muss man sagen, dass es zwar konstant mehr sportliche Freizeitaktivitäten speziell für Jugendliche in Klosterneuburg gibt, durch die Unterstützung einzelner, meist ehrenamtlich arbeitender Menschen und der öffentlichen Hand, aber diese Angebote von vielen Schülern nicht wahrgenommen oder wertgeschätzt wird. Daher versucht bitte euch auch außerhalb der Schule sportlich zu betätigen, sofern es euer Zeitplan erlaubt!
Wie ihr seht, gibt es genug Möglichkeiten dazu und bringt einige Vorteile mit sich. Man muss bedenken, dass dieses eine der vielen Nachhaltigkeitsprojekte der Politik ist, die zum Ziel haben, uns und unseren Nachkommen die gleichen oder sogar bessere Chancen zu ermöglichen. Und wenn es auch „nur“ Fahrradfahren oder privates Laufen gehen ist, das ihr ausprobiert, ist der erste Schritt schon getan. Nutzen wir die Möglichkeiten, die uns Klosterneuburg und unsere Schule bietet, und machen das Beste daraus!

Glaubt mir, schon bald wird Klosterneuburg zu einer noch besseren und lebenswerteren Stadt werden, mit einem großen sozialen Gemeinschaftsgefühl.

 

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