16. Mai 2015

Nein, die wollen wir nicht.

Flüchtlinge in Klosterneuburg. Derzeit sind zwischen 100 und 150 Flüchtlinge in der Magdeburg Kaserne in Klosterneuburg untergebracht. Klosterneuburgs Gesellschaft ist zwigespalten zwischen deren Befürwortern und deren Kritikern.

Die Flüchtlinge aus hauptsächlich Syrien und Irak sind mittlerweile seit 1. Dezember 2014 in der Magdeburg Kaserne in Klosterneuburg untergebracht und werden dort bis voraussichtlich 31. Mai 2015 auch bleiben. Das heißt, nicht direkt. Denn alle 25 bis 30 Tage wechseln die Flüchtlinge, neue Flüchtlinge kommen und die „alten“ werden in Quartiere in ganz Österreich untergebracht. Klosterneuburg war zuvor noch nie mit der Problematik von Flüchtlingen und deren Unterbringung konfrontiert. Folglich gibt es Befürworter und Kritiker der Aufnahme von Flüchtlingen, wobei sich eine Frage stellt: Wer verweigert freiwillig, seine Hilfe anzubieten? Warum sollte man Menschen, die in Not sind, nicht helfen wollen? Es ist hierbei keine Frage von Zivilcourage, sondern von Menschlichkeit. Was tun wir für die Flüchtlinge? Einige Hilfsorganisationen wurden bereits gegründet, sie nehmen Kontakt mit den Neuankömmlingen auf, basteln und unterhalten sich mit ihnen und geben ihnen das Gefühl, willkommen zu sein. Warum können wir nicht alle so sein? Es ist dieser Altruismus, dieses selbstlose Verhalten und die Bereitschaft, für andere etwas zu tun, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, das bei einigen von uns fehlt. Wobei eine Gegenleistung oftmals in Form von einem Lächeln kommt. Und trotzdem gibt es Klosterneuburger_innen, die sich strikt gegen die Flüchtlinge in Klosterneuburg stellen. Man fragt sich, wo das alles hinführen wird. Wenn Menschen in Not, Menschen, denen grausames widerfahren ist, viel Grausameres, als wir uns jemals vorstellen könnten, wenn diese Menschen abgelehnt werden. Ist es der Wohlstand in Klosterneuburg, der uns erblinden lässt? Welche Werte zählen für Klosterneuburg und vor allem für die Schüler_innen? Es wäre an der Zeit, dankbar dafür zu sein, wie gut es uns geht und das zu schätzen, was wir haben. Ein bisschen mehr Freundlichkeit und Dankbarkeit würde wohl keinem von uns schaden.

One Comment on “Nein, die wollen wir nicht.

Bettina preisler
6. Juni 2015 um 14:06

Liebe Schülerinnen und Schüler!
Ganz herzlichen Dank für diesen tollen Artikel! Es ist so ermutigend zu sehen, dass ihr so viel toleranter und menschenfreundlicher seid als so manche erwachsene! Bitte weiter so! Engagiert euch und zeigt allen, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen friedlich miteinander leben können-wenn man bereit ist, sich wirklich kennen zu lernen und voreinander respekt hat! DANKE!!!

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